Geschichte des Parfüm

Düfte spielen in vielen Bereichen eine wichtig Rolle. Insbesondere in der Körperpflege kommt ihnen ein besonderer Stellenwert zu. Das Parfüm als Duftträger dient Frauen ebenso wie Männern dazu, die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen und einen individuellen Stil zu betonen. Das trifft nicht nur für unsere heutige Zeit zu. Die Geschichte des Parfüms zeigt eine mehrere tausendjährige Tradition in Verwendung und Verarbeitung pflanzlicher Essenzen und Öle zu duftenden Kompositionen. Ursprünglich wohl hauptsächlich zu religiösen und rituellen Zwecken eingesetzt, eroberte es schnell auch die „weltliche Seite" des Lebens.

Voraussetzungen zur Entwicklung des Parfums

Die ersten Hinweise der Herkunft  in der Geschichte des Parfüms auf eine Herstellung der wohlriechenden Mischungen finden sich bei den Priestern in Mesopotamien. In ihrem Totenkult wurden Salben, Räucherharze und andere Düfte zur Huldigung und Verehrung der Götter eingesetzt. Fast zeitgleich entwickelte sich in Ägypten eine Körperkultur, die sich mit dem lebendigen Körper beschäftigte. Dadurch entstanden vermutlich erstmals Schönheitsideale, ein wichtiger Schritt im Zusammenhang mit Kosmetik und natürlich auch mit Parfüm. Von den Phöniziern wurde die duftende Körperpflege in Asien und Afrika verbreitet. Der Ausdruck „Chypre" deutet darauf hin, dass sich ebenso im Mittelmeerraum bzw. Zypern schon früh eine Duftkultur entwickelte. Die Geschichte des Parfüms in Indien beginnt mit dem Einsatz im medizinischen Bereich und zur Reinigung des Körpers. Das bekannte Kamasutra überliefert nicht allein Hinweise für ein erfülltes Liebesleben, sondern auch für den Umgang mit aromatischen Essenzen.

Doch die Entwicklung in der Geschichte des Parfüms bis heute hätte ohne entsprechende handwerkliche Fähigkeiten und Techniken nicht stattfinden können. Lange Zeit wurden Blüten und Kräuter in Öl oder feste Fette eingelegt, um parfümierte Balsame und Öle herzustellen. Erst die Möglichkeit der Destillation, die von Arabern und Persern entdeckt wurde, lässt eine Herstellung in der Form zu, wie wir sie heutzutage noch kennen. Verfolgt man die Geschichte des Parfüms im europäische Raum, werden auch hier Weihrauch und Aromastoffe zu Beginn hauptsächlich für medizinische und religiöse Zwecke eingesetzt. Im Zeitalter der Kreuzzüge gelangten die vielfältigen Rohstoffe und duftenden Mixturen des „Morgenlands" in die westliche Kultur und setzten den Siegeszug des Parfüms fort. Nach der Aufklärung wurde in der Geschichte des Parfüms die Verwendung von Duftstoffen immer beliebter. In Frankreich entstanden wichtige Handelszentren für die importierten Rohstoffe. So ist es nicht verwunderlich, dass der Gebrauch und Verbrauch von Parfüm besonders dort, unter Ludwig XIV. dem Sonnenkönig, deutlich an Beliebtheit zunahm.

Die Nähe zum medizinischen Bereich zieht sich durch die ganze Geschichte des Parfüms. Zu Zeiten der Pestepedemien galt es als wichtige Waffe gegen die Verbreitung der Krankheit. Ihm wurde eine desinfizierende Wirkung zugeschrieben. Doch gleichgültig, ob mit dem Parfüm heilende, heilige oder rein ästhetische Eigenschaften verbunden werden, der Tupfer hinter dem Ohr und damit verbunden die Entfaltung des Duftes auf der Haut wird die Menschen wohl zu jeder Zeit inspirieren.